Straßer Vermögenskompass März 2026

Das Wichtigste in Kürze

Eskalation im Nahen Osten: Ein Militärschlag gegen den Iran treibt den Ölpreis und schürt neue Inflationsängste.

Sichere Häfen gesucht: Rohstoff- und Energiewerte profitieren von der Unsicherheit an den Märkten.

Eskalation im Nahen Osten: Iran-Konflikt setzt Märkte unter Spannung

Die militärische Auseinandersetzung im Iran, die am Wochenende des 28. Februar begann, hat die globalen Finanzmärkte unmittelbar erfasst. Ein von den USA und Israel geführter Militärschlag, der zum Tod des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei führte, hat eine neue Welle der Unsicherheit ausgelöst.

Die direkteste Folge war ein sprunghafter Anstieg des Ölpreises. Die Sorte Brent notierte am Sonntagmorgen bereits bei über 72 US-Dollar pro Barrel, und Analysten von Barclays halten einen Anstieg auf bis zu 100 US-Dollar für möglich, sollte sich der Konflikt ausweiten.

Die größte Sorge gilt der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Öl-Transportrouten der Welt. Teheran hat die Meerenge gesperrt, was rund 20 % des globalen Öltransports betrifft und bereits jetzt zu massiv gestiegenen Versicherungsprämien für Tanker führt.

Ein nachhaltig hoher Ölpreis würde unweigerlich die Inflation anheizen und die Notenbanken unter Druck setzen. Damit könnte die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen wieder zunichtegemacht werden.

Besonders betroffen sind Branchen wie Fluggesellschaften und Logistik, die direkt von höheren Kerosin- und Treibstoffkosten getroffen werden.

Rohstoff- und Energiewerte glänzen: Die Flucht in sichere Häfen

In Zeiten geopolitischer Krisen zeigt sich ein klassisches Muster an den Märkten: die Flucht in sichere Häfen. Der Goldpreis zog unmittelbar nach Bekanntwerden des Angriffs an und festigte seine Position als Krisenwährung. Auch Silber und andere Edelmetalle konnten profitieren.

Gleichzeitig gerieten die Aktienmärkte unter Druck. Obwohl große Indizes wie DAX und S&P 500 ihre Rekordhochs noch in Sichtweite haben, ist die Anfälligkeit für eine Korrektur deutlich gestiegen. Die Volatilität dürfte in den kommenden Wochen hoch bleiben.

Rüstungsaktien könnten kurzfristig zu den Gewinnern zählen, während konjunktursensible Titel und die Reisebranche vor Herausforderungen stehen. Für Anleger bleibt eine robuste Diversifikation zentral. Kurzfristige, panische Reaktionen sollten vermieden werden.

Historisch betrachtet hatten geopolitische Krisen häufig nur kurzfristige Auswirkungen auf die Märkte, sofern sie nicht in eine globale Rezession mündeten. Entscheidend bleibt die Entwicklung des Ölpreises und die Dauer der Blockade der Straße von Hormus.

Unsere Einschätzung

Die Lage im Nahen Osten bleibt unberechenbar. Wir beobachten die Situation genau und passen unsere Positionierung aktiv an die neuen Gegebenheiten an.

Der Fokus liegt weiterhin auf qualitativ hochwertigen Unternehmen mit robusten Geschäftsmodellen, die auch in einem inflationären Umfeld bestehen können.

Gleichzeitig behalten wir die Absicherungskomponenten im Portfolio bei, um gegen kurzfristige Marktschwankungen gewappnet zu sein.

Wertentwicklung der wichtigsten Indizes seit Jahresbeginn 2026

 

Ein Beitrag von:

Sie möchten die Inhalte auf Ihr Vermögen einordnen?

Gerne besprechen wir mit Ihnen die Auswirkungen auf Ihre individuelle Situation.

Wir teilen unser Wissen.

Relevante Einblicke – kompakt und unabhängig.